Zum Inhalt springen
Roland Hecht
Kapitel 19 von 28 — Inhaltsverzeichnis

ChatGPT · Ausbaustufen · Kapitel 19 · 3 Min.

Stimmungsbild zum Teil Ausbaustufen

Plugins

Skills und Verbindungen als fertiges Paket. Einmal installiert, gilt es im Chat, in Work und in Codex.

Man kann sich eine Bohrmaschine aus Motor, Getriebe und Futter selbst zusammenbauen. Es kauft trotzdem niemand die Teile einzeln. Ein Gerät kommt fertig, mit Anleitung und Garantie, und man weiß, von wem.

Plugins sind die Geräte in diesem Kapitel. Alles, was in den letzten vier Kapiteln einzeln stand, kommt hier zusammen.

Was ein Plugin ist

Begriff

Ein Plugin ist ein Bündel aus Skills und Verbindungen, das man am Stück installiert. Statt einen Ablauf zu schreiben und eine Anbindung einzurichten, holst du beides in einem Griff.

Das Verzeichnis, aus dem sie kommen, ist gemeinsam für ChatGPT und Codex. Was du einmal installierst, steht danach im Chat, in Work und in Codex zur Verfügung — im Browser, auf dem Rechner und am Handy.

Der eine Unterschied, den man kennen muss

Aufgerufen wird ein Plugin, indem man es im Auftrag benennt. Das Zeichen dafür ist allerdings nicht überall dasselbe:

WoZeichenBeispiel
Chat und Work@@Google Drive
Codex$$skill-creator

Das ist der ganze Unterschied. Wer sich wundert, warum das @-Zeichen im Terminal nichts tut, hat gerade diesen Absatz gebraucht.

Installieren

  1. Seitenleiste, „Plugins“.
    Dort steht das Verzeichnis. Es ist in jedem Tarif sichtbar.
  2. Auswählen und installieren.
    Braucht das Plugin Zugriff auf ein Konto, wirst du durch die Anmeldung geführt.
  3. Im Auftrag darauf zeigen.
    Mit @ oder $, je nachdem wo du bist.

Im Terminal geht es auch ohne Oberfläche:

/plugins

Was du selbst bauen kannst

Ein eigener Skill wird zum Plugin, sobald du ihn weitergeben willst. Solange er nur bei dir läuft, reicht der Ordner aus Kapitel 15 — ein Plugin daraus zu machen lohnt sich erst, wenn Kollegen ihn installieren sollen.

Das ist die saubere Reihenfolge: Erst den Ablauf als Skill bauen, bis er wirklich funktioniert. Dann verpacken. Umgekehrt baut man ein Paket um einen Ablauf, den noch niemand erprobt hat.

Die Vertrauensfrage, noch einmal

Achtung

Ein Plugin kann Anleitungen, Verbindungen und ausführbare Skripte mitbringen — und es bekommt Zugriff auf das Konto, das du ihm freigibst. Nimm nur, was du einordnen kannst. Bekannter Anbieter, sichtbare Herkunft, erkennbar gepflegt. Bei allem anderen gilt derselbe Maßstab wie bei Software aus dem Netz: im Zweifel nicht.

In Firmen entscheidet das ohnehin nicht jeder für sich. Dort legt die Verwaltung fest, was verfügbar ist und was gleich mitinstalliert wird. Wenn bei dir ein Plugin fehlt, das es geben müsste, ist das meist kein Fehler, sondern eine Einstellung.

Was ich davon benutze

Weniger, als man denkt. Für die Arbeit an Dateien braucht man gar keins. Nützlich wurden sie bei mir erst an der Stelle, wo ChatGPT an Sachen heranmusste, die woanders liegen — Ablage und Postfach. Alles andere habe ich als eigenen Skill gebaut, weil ich dann weiß, was drinsteht.

Merke

Die Reihenfolge, in der man das lernt, ist die umgekehrte von der, in der man es installiert. Erst verstehen, was ein Skill und was eine Verbindung ist — dann sieht man einem Plugin an, was es eigentlich mitbringt. Wer bei den Plugins anfängt, installiert Blackboxen.

In einem Satz

Ein Paket macht einen unfertigen Ablauf nicht fertig. Erst muss der Skill für sich allein funktionieren — verpackt wird er erst, wenn ihn jemand anders braucht.

Warum ist ein Plugin heikler als ein einzelner Skill?

Weil es Anleitungen, Verbindungen und ausführbare Skripte in einem Paket mitbringen kann. Beim Skill siehst du eine Textdatei, beim Plugin musst du nachsehen, was sonst noch dabei ist.

Kapitel 19 von 28 · Stand: 17.08.2026