Copilot · GitHub Copilot · Kapitel 9 · 4 Min.
GitHub Copilot: für wen das ist, für wen nicht
Das dritte Haus ist für Leute, die Code schreiben oder Dateien in einem Projektordner bearbeiten lassen. Für alle anderen reicht der Überblick.
Dieses Kapitel ist kurz, mit Absicht. GitHub Copilot ist das Haus für Programmierer. Ich habe es nach Herstellerdoku von GitHub beschrieben, Stand 03.11.2026, nicht aus eigener Arbeit. Für Dateiarbeit mit KI nehme ich andere Werkzeuge, und die sind in den anderen Kursen erklärt.
Für wen es ist
Für Leute, die Code schreiben oder in einem Projektordner Dateien bearbeiten lassen. Der Zugang läuft über ein GitHub-Konto, nicht über ein Microsoft-Konto. Eine Firma kann Plätze an ihre Leute vergeben.
Für wen nicht
Für alle, die keinen Code anfassen. Dasselbe Prinzip, ein Agent, der arbeitet und vor Befehlen nachfragt, gibt es für Nicht-Programmierer im Firmenkonto als Bereich Code (Stand November 2026). Der ist Vorschau und wird nach Verbrauch abgerechnet. Er kann bei dir abgeschaltet sein, das entscheidet deine Firma (Kapitel 8).
Die Formen, in denen es auftritt
Die Namen ändern sich, die Bauarten nicht. Nach der GitHub-Doku gibt es:
- Hilfe beim Tippen. Der Editor schlägt Code vor, während du schreibst. Solche Vervollständigungen kosten laut GitHub kein Guthaben.
- Chat im Editor. Du fragst zum Code, er antwortet.
- Agent im Editor. Er ändert Dateien in deinem Projekt und führt Befehle aus, nachdem du sie bestätigt hast. Das ist die Form, die mit Dateiarbeit zu tun hat.
- Auftrag an die Cloud. Seit dem 28.10.2026 heißt das Copilot in the cloud und gibt es nur in den Bezahltarifen. Du gibst eine Aufgabe ab, ein Agent arbeitet in einer Cloud-Umgebung und liefert je Aufgabe einen Änderungsvorschlag (Pull Request).
- Terminal. Copilot gibt es auch für die Kommandozeile.
- Prüfung von Änderungen. Copilot kann Code-Änderungen lesen und kommentieren.
Ein Pull Request ist ein Änderungsvorschlag an einem Projekt. Jemand prüft ihn und übernimmt ihn oder nicht. Das ist der Rückweg: Der Agent ändert nicht stillschweigend, er schlägt vor.
Welche Modelle dahinterstecken
GitHub nennt Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft, xAI und Moonshot (Stand November 2026). Welche du wählen kannst, hängt vom Tarif ab. Die kostenlosen Stufen arbeiten nach der Doku nur mit der automatischen Auswahl. Namen und Preise je Modell stehen in der Doku von GitHub, sie wechseln zu schnell für diese Seite.
Wie es abgerechnet wird
Seit dem 01.06.2026 rechnet GitHub in AI credits ab, vorher waren es „premium requests“. Eine Aufgabe verbraucht Credits, je nachdem, welches Modell sie benutzt und wie viel sie liest. Ist das Guthaben leer, gibt es laut GitHub kein Rückfall-Modell mehr: Du wartest, wechselst den Tarif oder setzt ein Budget. Die Zahlen stehen in Kapitel 12.
Ein Agent, der Dateien ändert und Befehle ausführt, ist keine Frage mehr. Er greift in ein Projekt ein. Lass ihn nur in einem Ordner arbeiten, den du zurückholen kannst, und prüf jeden Vorschlag, bevor du ihn übernimmst.
Wenn du Dateiarbeit mit KI suchst
Dann bist du in den Kursen dieser Lernwerkstatt besser aufgehoben als in diesem Kapitel. Claude Code arbeitet in einem Ordner auf deinem Rechner (Kapitel 4 und 6 im Claude-Kurs, der Plan-Modus in Kapitel 8). Codex im ChatGPT-Kurs tut Ähnliches (Kapitel 4 im ChatGPT-Kurs). Beide sind für Anfänger geschrieben. Dieses Kapitel ist es nicht.
GitHub Copilot ist ein eigenes Haus mit eigenem Konto. Wer ihn nicht braucht, lässt ihn stehen. Wer ihn braucht, liest die Doku von GitHub und nicht diesen Kurs.
GitHub Copilot ist das Haus für Code. Wer keinen Code anfasst, braucht dort kein Konto, und wer Dateiarbeit sucht, findet sie im Claude-Kurs und im ChatGPT-Kurs.
Du willst nur Briefe und Tabellen erledigen. Brauchst du GitHub Copilot?
Nein. GitHub Copilot braucht ein GitHub-Konto und ist für Code gebaut. Für Briefe und Tabellen sind die Copilot-App oder Copilot im Office die richtigen Häuser (Kapitel 5 bis 8).
Kapitel 9 von 14 · Stand: 03.11.2026
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