Copilot · Copilot im Alltag · Kapitel 5 · 4 Min.
Die Copilot-App und Copilot in Edge
Der Copilot, der unter Windows schon da ist: was er kann, was einen Copilot+ PC braucht und wie dein erster Auftrag aussieht.
Das hier ist der Copilot, den ich selbst benutze. Ich kenne die App aus eigener Nutzung, unter Windows, mit meinem privaten Konto. Wo ich im Folgenden etwas nicht selbst gesehen habe, steht nach Herstellerdoku dabei.
Wie du sie aufmachst
Auf neuen Windows-11-Rechnern ist die App laut Microsoft schon installiert. Du startest sie mit der Copilot-Taste, falls deine Tastatur eine hat, oder mit Win+C. Windows 11 genügt. Du brauchst keinen besonderen Rechner.
Microsoft liefert für Windows 11 in der Fassung 23H2 (Home und Pro) seit dem 12.11.2025 keine Updates mehr. Wer diese Fassung hat, sollte aktualisieren. Das ist ein Sicherheitsthema und kein Copilot-Thema. Wenn du Funktionen aus diesem Kapitel nicht findest, sieh zuerst nach der Windows-Version.
Was sie kann
Nach Herstellerdoku, privates Konto, Stand 03.11.2026. Welche dieser Funktionen du bei dir siehst, hängt von Konto, Abo und App-Fassung ab.
- Chat. Fragen, Texte, Bilder, hochgeladene Dateien. Mit Anmeldung kommen Verlauf und längere Gespräche dazu, außerdem Stimme.
- Dateisuche. Die App kann in deinen Dateien suchen, auch in OneDrive. Sie liest unter anderem Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien, Text, PDF und JSON.
- Screenshot und Hilfe. Du kannst ihr ein Bild deines Bildschirms schicken. Sie hilft auch bei Windows-Einstellungen.
- Vision. Du teilst Bildschirm oder Programm, aber nur in einem Gespräch mit Stimme. Copilot kann Stellen hervorheben, klickt und tippt aber nicht. Es braucht ein Abo, Kapitel 6.
- Memory. Copilot merkt sich Dinge über dich. Du kannst sie einsehen und löschen. Abschalten löscht sie nicht. Wo das steht, zeigt Kapitel 12.
- Cowork. Aufträge mit mehreren Schritten, privat laut Doku nur mit den höheren Abostufen und noch als Vorschau. Die Ergebnisse landen als Seiten in der App. Nicht zu verwechseln mit dem Cowork im Claude-Kurs (Kapitel 18 im Claude-Kurs; der Unterschied steht in Kapitel 3 dieses Kurses).
Die Modi heißen in der Doku derzeit Quick response, Think Deeper, Study and learn, Smart und Search: schnell antworten, gründlich nachdenken, lernen, suchen. Welche Modi du siehst, hängt von Konto und App-Version ab.
Zwei Funktionen, über die viel geschrieben wurde, sind im privaten Copilot seit dem 18.08.2026 weg: Deep Research und Podcasts. Auch Audio in der privaten App gibt es laut Preisseite nur auf Englisch (Stand 03.11.2026). Ob das bei dir noch gilt, prüf selbst. Eine Anleitung, die etwas anderes verspricht, ist wahrscheinlich älter.
Copilot in Edge
Im Browser Edge erreichst du Copilot über das Symbol oben rechts. Den „Copilot Mode“ hat Microsoft am 13.05.2026 eingestellt. Einige Edge-Funktionen gibt es laut Microsoft nur in den USA, zum Beispiel das Browsen mit Copilot und den Schreibassistenten. Hast du ein Firmenkonto, siehst du in Edge die Firmenvariante. Die kann bei dir abgeschaltet sein, das entscheidet deine Firma (Kapitel 8).
Was ohne Copilot+ PC nicht geht
Mein Rechner ist kein Copilot+ PC. Laut Doku brauchen Chat, Stimme, Vision, Dateisuche und Memory keine NPU. Nicht gehen die Funktionen, die Microsoft an diese Geräteklasse bindet, darunter Recall und Click to Do. Am 07.10.2026 hat Microsoft angekündigt, dass Copilot auf diesen Geräten künftig lokalen Kontext und lokale Modelle nutzen soll, „in den kommenden Monaten“. Das ist eine Ankündigung und kein Zustand.
Der erste Auftrag
Nimm etwas, das dir egal ist. Ein Brief an den Vermieter, den es nie braucht. Ein Wochenplan für den Garten.
- Sag, was am Ende dastehen soll.
„Eine Absage an einen Handwerker, höflich, fünf Sätze.“ Nicht: „Hilf mir mit einem Brief.“ - Gib die Grenzen mit.
Für wen, wie lang, in welchem Ton, was nicht vorkommen soll. - Lies das Ergebnis, bevor du es benutzt.
Zahlen, Namen, Termine prüfst du selbst. Copilot kann sich irren. - Sag beim zweiten Mal genauer, was du wolltest.
Der zweite Versuch ist fast immer besser als der erste.
Wie man Aufträge genauer formuliert, steht in Kapitel 5 im Claude-Kurs. Es gilt für Copilot genauso. Tipp nichts ein, was einem Dritten gehört: Kundendaten, Namen von Kollegen, Zugangsdaten.
Die App ist der Probierraum. Wenn dort etwas nicht klappt, liegt es oft am Konto oder an der Windows-Version, selten an dir.
Die Copilot-App ist der einzige Copilot, den du ohne Abo und ohne Firma ausprobieren kannst. Fang dort an, mit etwas, das dir egal ist.
Im Netz steht, Copilot könne „Deep Research“ und Podcasts. Bei dir erscheint beides nicht. Was vermutest du zuerst?
Dass die Anleitung älter ist als der 18.08.2026. Seitdem sind beide Funktionen im privaten Copilot eingestellt. Erst Datum und Version prüfen, dann den Fehler bei dir suchen.
Kapitel 5 von 14 · Stand: 03.11.2026
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