Copilot · Grundlagen · Kapitel 4 · 4 Min.
Ein Name, drei Häuser
Anders als bei ChatGPT wechselst du bei Copilot nicht das Zimmer, sondern das Haus. Mit eigenem Konto, eigener Abrechnung, eigenen Datenregeln.
Im ChatGPT-Kurs steht in Kapitel 4 ein Satz, der hier nicht gilt: ein Fenster, drei Zimmer. Dort wechselst du innerhalb eines Programms von Zimmer zu Zimmer, mit demselben Konto und derselben Rechnung.
Bei Copilot ist es umgekehrt. Es sind drei Häuser. Jedes hat ein eigenes Konto, eine eigene Abrechnung und eigene Datenregeln. Sie teilen sich nur das Schild an der Tür. Wer das nicht weiß, hält alles für ein Programm und wundert sich, warum in Word fehlt, was die App kann.
Die drei Häuser nebeneinander
Alles hier nach Herstellerdoku, Stand November 2026. Die mittlere Spalte betrifft den Firmen-Copilot. Der kann bei dir abgeschaltet sein, das entscheidet deine Firma.
Konto: privates Microsoft-Konto
Kostet: gratis; mehr Umfang mit einem Microsoft-365-Abo
Daten: kein Training mit deinen Eingaben, sagt Microsoft
Wie weit ich es kenne: aus eigener Nutzung, privates Konto
Konto: Arbeitskonto, vergibt deine Firma
Kostet: der Chat ohne Aufpreis; mehr nur mit einer Lizenz, die die Firma bezahlt
Daten: Firmenschutz laut Vertrag, und die Firma kann Eingaben protokollieren
Wie weit ich es kenne: nur nach Herstellerdoku, nicht ausprobiert
Konto: GitHub-Konto, kein Microsoft-Konto
Kostet: ein Gratis-Tarif mit Kontingent, dessen Größe GitHub nicht nennt; mehr kostet
Daten: eigene Regeln von GitHub, für diesen Kurs nicht ausgewertet
Wie weit ich es kenne: nach Herstellerdoku
Was die Zeile „Wie weit ich es kenne“ bedeutet
Ich schreibe sie dazu, weil sie bei Copilot mehr wiegt als bei den anderen Kursen. Die Copilot-App kenne ich selbst. Beim Firmen-Copilot und bei GitHub Copilot habe ich nichts ausprobiert, sondern die Doku gelesen und gegengeprüft. Das ist kein schlechterer Stoff, aber ein anderer: Ich kann dir sagen, was Microsoft und GitHub zusagen. Ich kann dir nicht sagen, wie es sich bei dir anfühlt.
Das ist der Grund, warum diese Seite so oft „nach Herstellerdoku“ sagt. Ein Satz, den ich nur aus der Doku habe, steht erst da, wenn ich die Seite dazu benennen kann. Alle Seiten stehen in Kapitel 14.
Warum die Trennung zählt
Vier Dinge sind je Haus verschieden:
- Das Konto. Es entscheidet, welcher Copilot sich meldet. Privat und Arbeit bleiben laut Doku getrennt. Was du in das eine eintippst, geht nicht ins andere.
- Die Abrechnung. Gratis, im Abo, über die Firma oder nach Verbrauch. Auch das steht in Kapitel 12 getrennt.
- Die Datenregeln. Wer mitlesen darf, ist im Firmenkonto anders als im privaten. Das ist der Stoff von Kapitel 7.
- Der Admin. Im privaten Haus bist du der Hausherr. Im Firmenkonto stellt die Firma ein, was du siehst.
Was alle drei teilen
Nicht viel. Sie arbeiten mit Modellen mehrerer Hersteller, die Microsoft und GitHub wechseln (Kapitel 2). Und sie machen Fehler. Die Transparenznotiz der privaten App sagt es selbst: Copilot kann sich irren, funktioniert in Englisch am besten und braucht eine Internetverbindung. Die Prüfregeln aus den anderen Kursen gelten hier genauso: Zahlen, Namen und Paragrafen kontrollierst du selbst.
Wenn jemand „Copilot“ sagt, frag: Welches Haus? Ohne die Antwort sind Rat, Preis und Warnung wertlos, denn sie gelten immer nur für eines der drei.
Bei ChatGPT wechselst du das Zimmer. Bei Copilot wechselst du das Haus, und damit Konto, Abrechnung und Datenregeln. Nur das Schild an der Tür ist dasselbe.
Ein Kollege sagt: „Das konnte Copilot bei mir zu Hause, also kann er es im Büro auch.“ Stimmt das?
Nicht zwingend. Zu Hause und im Büro stehen zwei verschiedene Häuser, mit anderem Konto, anderer Lizenz und anderen Einstellungen. Dazu kann die Firma Funktionen abschalten.
Kapitel 4 von 14 · Stand: 03.11.2026
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